Oftmals sind Familienbilder unfreiwillig komisch, obwohl sie begeistern und berühren sollen. Durch verschiedene Tipps ist es möglich, dass du die Familienfotos ohne Probleme meisterst. Werden die Bilder schließlich gut gemacht, können sie Erinnerungen wachhalten und Begleiter durch die Jahre sein.

Wichtige Tipps:

  1. Der Charakter
  2. Die Emotionen
  3. Der Bildaufbau
  4. Die Orte und Hintergründe
  5. Die Räume
  6. Die Tageszeiten
  7. Die Kleidung
  8. Das Kindesalter
  9. Die Perspektive
  10. Die Details und Untergruppen
  11. Der Blick
  12. Die besondere Konstellation

Charakter, Emotionen und Bildaufbau

Die Motivplanung wird durch die Interessen der Familie beeinflusst. Jeder sollte sich zunächst absprechen, in welchem Stil und wo die Bilder aufgenommen werden. Vorabgespräche sind besonders hilfreich, wenn Eltern Wünsche und Ideen einbringen. Bei Unterhaltungen kommt oft heraus, dass elegante Kleidung geliebt wird, eine Familie naturverbunden ist oder ein Haustier mit abgelichtet wird.

Familienbilder können mit Vorwissen maßgeschneidert werden. Immer sollten sich Familien an einem Ort wohlfühlen. Meist werden Bilder gewünscht, wo alle ausgelassen und schön aussehen. Konzentrieren sich Eltern zu sehr auf die Kinder, wirken sie oft abgelenkt, redend oder angestrengt.

Die Kinder sind immer fröhlich, wenn es Animation und Spaß gibt. Die Erwachsenen sollten sich ganz auf die Situation und auf sich selbst konzentrieren.

Die Kinder machen ihren Part eigenständig. Ohne dass Aufmerksamkeit auf die Kamera gelenkt wird, können zwischenmenschliche Momente eingefangen werden und hübsche und natürliche Kinderbilder entstehen.

Wenn echte Gefühle entstehen, hat dies einen deutlich größeren Wert für die Familie.

Bildaufbau, Orte, Hintergründe und Räume

Es gibt viele Möglichkeiten für den Bildaufbau. Kinder kommen gerne auf den Schoß oder den Arm. Bei größeren Gruppen ist es nicht einfach, alle auf das Bild zu bekommen. Ein fester Anlaufpunkt wie eine Leiter, ein Bett oder eine Bank können nicht schaden.

Der Hintergrund sollte umso gleicher sein, je mehr Personen auf dem Bild zusammenkommen. Die Bilder sollen nicht unruhig werden.

Wünschen sich Familien Bewegung im Bild, dann werden Bilder im Freien gemacht. Die Kinder können herumlaufen und fühlen sich nicht beengt. Damit der Fokus auf die Person gelenkt wird, eignen sich flächige Hintergründe oder große Weiten bei Feldern und Wiesen. Bei geschlossenen Räumen sind Sofas und Betten als Kulisse sehr geeignet.

Liegt der Fokus bei gemeinsamen Aktivitäten, können Familien auch zu Hause backen, kochen, baden oder spielen. Hierbei muss nicht in die Kamera gelacht werden, sondern die alltagsähnlichen Situationen werden eingefangen.

Die Tageszeiten, Kleidung und das Alter

Das Tageslicht ist abends und morgens am schönsten und hier sind Fototermine sehr beliebt. Kinder sind abends gerne müde und deshalb sind die Morgenstunden am besten geeignet

Die Kleidung spielt auch eine wichtige Rolle. Viele mögen es eher klassisch und andere dafür sportlich. Abgestimmte Kleidung spielt für den Gesamteindruck eine wichtige Rolle. Bilder wirken nicht harmonisch, wenn Farbe und Stil weit auseinander gehen. Am wichtigsten ist, dass sich jeder in demselben Farbraum bewegt. Verschiedene Pastelltöne wirken sehr stimmig und bei Mustern und Prints gilt, dass weniger oft mehr ist.

Das Alter der Kinder bestimmt natürlich immer einen großen Teil der Möglichkeiten. Bei den Schulkindern ist generell alles möglich. Bei kleinen Kindern werden oft Geduld und Überzeugungskraft benötigt. Haben kleine Kinder keine Lust, muss oft ein Spiel aus dem Ganzen gemacht werden. Stillsitzen mögen kleine Kinder nicht und deshalb sind Bilder beim Fangenspielen besser geeignet.

Perfekte Familienbilder gehen erst dann, wenn die Kinder etwas älter sind.

Perspektiven, Details, Untergruppen, Kamerablick und die besondere Konstellation

Es gibt nicht nur die klassische Fotografe auf der Augenhöhe. Oft werden gerne Blickwinkel geändert. Motive von oben gelingen meist mit ruhigen und größeren Kindern. Der Körperkontakt kann den Bildern mehr Innigkeit verleihen.

Meist werden Gruppenbilder gewünscht, doch auch kleinere Untergruppen sind reizvoll. In Zweierkombinationen gibt es oft mehr Intimität und Gefühl.

Oft werden Bilder dann ungezwungen und modern gewünscht. Einige Bilder werden oft mit konservativem Blick in das Bild gemacht, weil viele Beschenkte kein Verständnis für Bilder haben, wo die Kinder rennen oder in die Ferne blicken. Bei manchen Konstellationen wird etwas mehr Planung benötigt. Sehr junge Geschwister oder Neugeborene gehören mit dazu.

Auch ist es besonders, wenn Kinder und Tiere gemeinsam auf ein Bild sollen. Werden einzelne Bilder im Anschluss zusammengefügt, funktioniert eine Bildbearbeitung im Anschluss oft wunderbar.

Weitere schöne Beispiele sind auch hier zu finden: https://www.fotocommunity.de/photos/familienbilder